Natururlaub, Naturreisen und Bio Ulraub am Meer in Caorle, Italien
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Die Casoni

An den Ufern des Flusses Nicesolo kann man die typischen Behausungen der Lagunenfischer sehen. In früheren Zeiten boten die Casoni Schutz und Heimstatt für die Bauern, Fischer und Jäger des Veneto. Mit ihren schrägen Dächern aus Stroh und Schilf kann man sie bereits aus der Ferne erkennen, man findet sie an den Uferzonen und sumpfigen Lichtungen.

laguna di caorle 01

Die ursprüngliche Struktur und Materialien wurden in jahrhundertelanger Tradition beibehalten, auch wenn man in der heutigen Zeit leichte Variationen aufgrund von Zusatzfunktionen und Baustoffqualität erkennen kann: Holz, Stroh, Schilf und Lehm.

Diese traditionellen Bauwerke sind mittlerweile fast vollständig aus dem Stadtbild verschwunden, es gibt nur noch einige wenige Hütten in der Lagune und den Fischereigebieten des östlichen Veneto; an einigen Plätzen gelang es glücklicherweise, diese so fragilen und traditionsreichen Unterkünfte der oberen Adria zu erhalten.

Die typischen Casoni befinden sich an den Uferzonen der Kanäle und Flüsse und bilden eine Grundform der venezianischen Bautradition. Sie wurden saisonal, mitunter auch ganzjährig bewohnt und sind auch heute noch im Traditionsbewusstsein der ansässigen Bevölkerung stark verankert.

Die Casoni mit dem Boot zu besuchen ist gewiss die authentischste Art die Lagunenlandschaft und die schilfgeflochtenen Bauwerke mit ihren pyramidenspitzen Dächern zu besichtigen.

Eine derartige Entdeckungstour beginnt man am besten in Porto di Falconera: vom Wasser aus betrachtet man die wunderbare Landschaft mit all ihren Farben und Gerüchen um dann an einem Casone anzulegen und wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Die Nüchternheit und Einfachheit des Platzes auf dem die Hütte erbaut wurde, lässt sie wie eine Insel der Sicherheit erscheinen, ein Zentrum der Gastfreundschaft, fast schon ein Zufluchtsort. Keine Frage, es war immer mühsam und entbehrungsvoll in einem Casone zu leben, es gab Zeiten des Hungers und der Not, aber auch eine Möglichkeit, das Überleben zu sichern, eine Gewissheit der saisonalen Abläufe und Kenntnis all der Schätze, die die Natur zu bieten hat.

Die Casoni zu besuchen, das bedeutet, die Lagune mit ihren Kanälen zu erfahren, in eine vergangene Zeit einzutauchen und die Einfachheit dieser typischen Lebensweise zu bestaunen, von denen diese Hütten noch heute zeugen.

 

Alles von einem anderen Blickwinkel aus betrachten

Die Fahrt umgeben von Land und Wasser bietet auch eine gute Gelegenheit, die verschiedenen Landschaftsformen zu betrachten: die Altstadt von Caorle, ein Fischerdorf, das sich seit den Anfängen der Venezianischen Industrialisierung zu einem ausgesprochen umweltbewussten Badeort entwickelt hat; das nahegelegene Concordia Sagittaria, das die römischen Einflüsse in dieser Region deutlich macht; die Zeugnisse der gestrengen Macht der Patriarchen; die Herrschaft der Serenissima; die wundervollen Wälder von Brussa und die alten Pinienhaine am Tagliamento.

Der Charme der Lagune und des Sumpflandes hat bereits Ernest Hemingway bei seinen Jagdausflügen fasziniert und auch der Schriftsteller Pier Paolo Pasolini war bei seinem Besuch in Caorle von der vielfältigen Natur beeindruckt.

 

Wie ein Caorleser Casone gebaut wird

Es gibt keine standardisierten Größen, sondern lediglich feste Proportionen mit Mindest- und Höchstwerten, die je nach Verwendungszweck und Standort flexibel gehandhabt werden.

Die Längsachse des Casone wird üblicherweise so angelegt, dass sich das Hüttenende im Norden und der Eingang im Süden befinden; die beiden Seiten wenden sich nach West/Nordwest oder Ost/Südost.

Als Baumaterialien werden Pfähle für die tragende Struktur und Schilf für das Dach verwendet, der Boden besteht aus Lehm oder Lehmziegeln, der Herd ist aus Ziegeln.  

Die Deckschichten aus Schilf sind blumenförmig angeordnet und werden mit der jeweils darüber liegenden Schicht verknüpft; Kamine oder Schornsteine, die aus dem Dach herausragen, gibt es ebenso wenig wie Seitenfenster oder gemauerte Wände. Zur Einfriedung werden lokale Materialien und Hölzer verwendet wie Robinien, Tamarisken, Feigenbäume, aber auch Pappeln und Weiden.

Unser Rat? Schau bei der Isola dei Pescatori vorbei, besuche die Fischer und hör dir ihre Geschichten über das Leben in den Casoni an: das ist definitiv eine interessante Erfahrung.

Vallevecchia, eine Naturoase

caorle casone laguna

Diese Besonderheit teilen eindeutig nicht viele italienische und europäische Strände: nur wenige Schritte vom Meer entfernt befindet sich eine unglaublich große Naturoase.

Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet stellt Caorle gewiss eine Ausnahme dar, ist doch Vallevecchia die grüne Lunge der Region. Auf Caorle-Urlauber wartet eine besondere Erfahrung, denn mit Vallevecchia befindet sich eines der schönsten Feuchtgebiete ganz Europas quasi gleich nebenan.

“Die Insel von Vallevecchia” erstreckt sich über eine Fläche von ca. 900 Hektar entlang der Küste zwischen Caorle und Bibione. Umspült vom Wasser der Lagune, des Meeres und der Flüsse ergibt sich eine ruhige, ursprüngliche Landschaft, die einen einzigartigen Charme ausübt. Inmitten dieser Oase aus Schilf und Buschwerk kann man dutzende und aber dutzende von Vögeln in ihrer atemberaubend schönen, natürlichen Umgebung beobachten; an den besten Plätzen wurden eigens Türme zur Vogelbeobachtung errichtet.

Ebendiese fantastische Landschaft hat auch den großen amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway sehr beeindruckt und es war die Schönheit von Vallevecchia, die ihn zu seinem Buch „Über den Fluss und in die Wälder“ inspiriert hat.

Neben den Feuchtgebieten gibt es auch einen Strand, auf dem man die letzten Dünen der Adria, einen üppigen Pinienwald und eine rekultivierte Agrarlandschaft bewundern kann.

Eines der bedeutendsten Projekte des Erhaltungsprogramms ist zweifelsohne das Umweltmuseum von Vallevecchia. Das Museum ist in einem ehemaligen Trocknungsraum der Veneto Agricoltura untergebracht, umfasst drei Etagen und wird von der Cooperativa Limosa betrieben. Man kann hier verschiedene landschaftliche, geschichtliche und produktionstechnische Besonderheiten über die Lagune von Caorle und Vallevecchia erfahren.

Dem Besucher bieten sich verschiedene Plastiken, Schautafeln, Diagramme und auch interaktive Stationen, anhand derer sich die Geheimnisse der „grünen Lunge“ von Caorle offenbaren. Natürlich darf im Museum auch das „Casone“ nicht fehlen, die typische Hütte aus Schilfrohr, die jahrhundertelang den Fischern von Caorle als Unterkunft diente.

Die Cooperativa Limosa bietet darüber hinaus noch zahlreiche andere Aktivitäten, die es Urlaubern gestatten, den besonderen Flair von Vallevecchia voll und ganz zu genießen. So wird beispielsweise alljährlich ein interessantes Veranstaltungsprogramm organisiert, das auch Ausflüge zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Pferdekutsche vorsieht, um die schönsten Plätze der Naturoase zu entdecken.

Die Cooperativa Ape bietet darüber hinaus im Frühling und Sommer einen Radverleih an, eine Gelegenheit dieses Stückchen Paradies in absoluter Freiheit und auf eigene Faust zu erkunden.

 

Vallevecchia: Informationen

 

Die Region von Vallevecchia wird durch ein unregelmäßiges Küstengebiet geprägt, das sich über ungefähr 800 Hektar erstreckt und in das Erscheinungsgebiet der oberadriatischen Sandküsten einfügt wie das Stück eines großen Mosaiks. Im Süden wird das Gebiet durch das Adriatische Meer begrenzt, im Westen erstreckt sich das Areal bis zur Lagune und zur Mündung von Porto Falconera; die nördliche Begrenzung bilden die Kanäle Canadare und Cavanella sowie der untere Bereich des Lovi-Kanals und im Osten reicht das Naturparadies bis zur Hafenenge und an das Überschwemmungsgebiet von Porto Baseleghe heran.

Für das natürliche Gleichgewicht der venezianischen Umwelt ist der Küstenabschnitt von Vallevecchia ausgesprochen bedeutsam: die sandigen Strandabschnitte bilden ein geschlossenes Ökosystem, das trotz der zahlreichen Eingriffe des vorigen Jahrhunderts - allen voran der Landgewinnung und Wiederaufforstung - erhalten blieb.

Besonders große Bedeutung für das Ökosystem haben die Sanddünen. Seit ungefähr zwei Jahrzehnten kommt es zu Erosionserscheinungen und die sandigen Erhebungen verlieren an Größe, wie diverse Messungen zeigen, dennoch erreichen sie nach wie vor eine Höhe von drei bis vier Metern. Ebenfalls von großem Interesse ist ihre Oberfläche, die ursprünglich Lagunengrund war und nun kultiviert wird. Der Großteil des trockengelegten Bereichs von Vallevecchia besteht aus sandigem Boden und Lehm, der sich durch das Brackwasser in der Lagune gebildet hat. Im östlichen Bereich erhebt sich eine Insel mit den traditionellen Behausungen der Fischer, den aus Schilf gebauten Casoni. Die natürlichen Gegebenheiten werden von menschengeschaffenen Strukturen unterstützt, in der Bemühung das sensible ökologische Gleichgewicht nach der Trockenlegung aufrecht zu erhalten. So wurden beispielsweise lange Dämme errichtet um die Ackerflächen vor dem immer wieder kehrenden Hochwasser zu schützen.

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